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Alexander Görlach und Team Europe Ventures gründen Online Magazin ‘The European”

Gemeinsam mit Alexander Görlach und meinen Team Europe Partnern haben wir ‚The European‘ auf den Weg gebracht. Wie bei Turi2 oder Meedia nachzulesen, haben wir das Projekt, an welchem wir seit einigen Monaten arbeiten, gerade öffentlich vorgestellt.

Der Launch wird Ende September erfolgen. Mehr kann man in den genannten Artikeln oder direkt bei The European lesen.

Die ersten Kommentare die ich erhalten habe, bezeichnen das als mutigen Schritt – gerade jetzt, wo die Krise viele Zeitungen und Magazine erfasst und allenthalben von Kürzungen und Umsatzeinbrüchen zu lesen ist, ein neues Magazin?

Hier die Gründe, warum wir The European machen:
- Die Vision für haben wir gemeinsam mait Alexander Görlach, dem Chefredakteur und Herausgeber entwickelt. Wir kennen uns noch nicht allzu lange (wer es genau wissen will: Walküre Filmpremiere ;) , aber zwischen ihm und dem gesamten Team Europe ist schnell eine gemeinsame Ebene entstanden. Letztlich haben wir Alex zu Unternehmertum inspiriert. Und er uns von seiner Vision für The European begeistert, die wir dann nach und nach gemeinsam verfeinert haben. Hinter der Gründung steckt somit der Glaube an eine sehr talentierte Person, welche absolut begeistert von dem Thema ist und hinter diesem steht
- Ferner sind wir selbst von dem Produkt überzeugt – wir haben hier etwas nues, womit wir eine Lücke schliessen. Die meisten Medien sind auf Nachrichten ausgerichtet, bei uns werden Meinungen stark im Vordergrund stehen. Es geht darum, zu erklären und Positionen darzustellen. Das grosse ganze zu einem Thema soll so schnell erfassbar werden. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass vei The European die wirklich bedeutenden Stimmen zu Wort kommen. Die Entscheider kommentieren das Geschehen in Texten die eine Knappe dinA4 Seite lang sind, und ‚deuten‘ uns so die Welt. Keine klassischen Ressorts, stattdessen die Power des Netzes – Yeah!
- Weiter setzen einzelne Nachrichten unserer Meinung und Erfahrung nach oftmals viel zu viel Wissen beim Leser voraus. Sehr viele der Rezipienten für ‚anspruchsvolle‘ Themen haben dieses Wissen aber gar nicht! Die Leser sind Spezialisten auf bestimmten anderen Gebieten und haben eine begrenzte Zeit und Aufnahmekapazität. Erinnerungsvermögen tut das seinige. Ich bringe immer gerne das Beispiel: wer waren nochmal die Schiiten und wer die Sunniten? Hand aufs Herz, wer weiss es aus dem Kopf? Wer kann mit wenigen Worten ein ‚Big Picture‘ über die Schiiten bringen? The European benennt die Themen, bringt sie auf den Punkt, in ‚Magaziner‘ Form, nicht nur in Text, sondern auch in Fotostrecken und Videoformaten (Übrigens & vereinfacht: Schiiten gibt es übrigens nur im Iran und Nordirak – der Rest sind Sunniten
- Wir haben hier vom vom reinen Markterfolg her auch nicht den Anspruch, das nächste spreadshirt, studiVZ oder Brands4friends zu gründen – der erste Antrieb ist nicht, ein Unternehmen zu erschaffen, mit dem wir jetzt das meiste oder besonders viel Geld verdienen können. Klar muss & soll sich The European nicht nur tragen, sondern Gewinne abwerfen. Aber die Gewinnerzielungsabsicht steht für uns als Team Europe Ventures nicht im Vordergrund – wir finden Produkt und handelnde Peron cool & unterstützenswert
- Wir denken, dass nach wie vor Platz ist für werbebasierte Formate. Dabei orientieren wir uns weder am Performance noch am TKP Paradigma. Wir glauben, dass es eine Zahlungsbereitschaft gibt, wenn wir eine Top-Klientel ansprechen und ein hochwertiges Markenumfeld schaffen. Wir wollen auch mit anderen Arten der Monetarisierung experimentieren – ehrlich gesagt haben wir hier aber noch nicht die silberne Kugel gefunden. Aber das Werbung nun ganz und gar nicht funktioniert und total absurd sei, glauben wir nicht. Nochmals, Markenumfelder sind es. Zusätzlich muss man das gesamte Unternehmen über die einzelnen Entwicklungsphasen hinweg von der Kostenstruktur klug aufstellen.

Eine Erfolgsgarantie hat man bei Unternehmertum nie – aber von dem Rezept Qualität, Markenumfeld, harte Arbeit und schlanke Strukturen sind wir überzeugt.

Ich wurde auch gefragt, wir man uns unterstützen kann. Ganz einfach: Lesen! – in den Newsletter eintragen, über Start informiert sein, feedback geben :)

Karriere – oder so….

Ein Mädchen. Aus gutem Hause (bürgerlich), wohlerzogen, gutes Gedächtniss. Nicht besonders intelligent, nicht besonders interessiert, auch nicht übermäßig hübsch. In der Schule immer lieb geschaut und pünktlich gewesen, bei den Lehrern guten Ruf, entsprechend ordentliche Noten. Abi, fast schon beliebige LK’s (naja, sicher kein Physik und eher kein Mathe). Was nun? Studieren. Macht man so, ist irgendwie so. Aber was? Kurz überlegen, noch einmal kurz überlegen, was fällt am wenigsten auf, was ist am vielseitigsten, was am unverbindlichsten?

Von der Künstlichkeit des Naturbegriffs (oder: Künstlich ist künstlich)

Immer wieder begegnet man – an durchaus entscheidenden Stellen – in Debatten und Diskussionen dem Argument, etwas sei ‚künstlich‘. In der Regel wird damit begründet, warum man eine Entwicklung oder gewisse Handlungen und/ oder Vorstellungen ablehnt. Warum etwas nicht gut ist, weil es widernatürlich ist. Nicht der Natur entspricht. Nicht zu befürworten ist.

Das können vielfältige Dinge sein, die Bandbreite reicht von Abtreibungen und Gentechnik bis zur Urbanisierung und Mobilität.

Mit dem Begriff ‚künstlich‘ und seiner Verwendung gibt es jedoch leider ein Problem, welches man im Alltag und Alltagsgebrauch allzu oft übersieht: es gibt lediglich ein (uns bekanntes) Universum, nur eine Welt, nur eine Natur. Der Begriff der Künstlichkeit ist somit wiedernatürlich ;) bzw. in dieser enthalten, und an und für sich absurd. Eine rein willkürliche Trennung.

Alles ist Natur. Selbst das Auto und der Beton unserer Wohnblöcke sind es. Ja, aber es ist doch anorganisch! Tönt es uns entgegen. Aber was ist dann mit Gentechnik? Oder ‚natürlichen‘ Formen der Abtreibung? Joghurt? Algenkulturen?

Neuer Versuch: Gemeinhin bezeichnen wir etwas als ‚künstlich‘, was von Menschenhand geschaffen ist. Die meisten von uns (gruß an unsere amerikanischen Freunde und deren Mainstream ;) , bezweifeln jedoch keines falls, dass der Mensch selber ein Produkt und Teil der Natur ist. Wenn aber der Mensch ein Teil der Natur ist, warum ist das, was er schafft, nicht Teil derselben sondern ‚künstlich‘? Den Mensch lehnen die meisten nicht als unnatürlich ab, warum dann (Teile) seiner Werke?

Der Mensch manipuliert doch lediglich andere Teile der Natur, und formt sie in neue Konstellationen um. Nichts anderes geschieht, wenn die Natur einen unserer Knochen formt. Oder der Apfelbaum einen Apfel – niemand käme auf die Idee, einen Apfel als unnatürlich zu bezeichnen. Egal, ob dieser in der Wildnis vorkommt oder in einem von Menschenhand geschaffenen Obstgarten.

Und das Bewusstsein? Hmmm. Ist der Speer oder der Feuerstein der Steinzeitmenschen bereits künstlich oder noch Natur? Schon schwieriger – während wir den Strohhalm, den ein Vogel zum Nestbau benutzt, unproblematisch einzuordnen wissen.

Klar ist ‚künstliches‘ eine andere Sorte der Natur, eine höhere Ordnung der Umformung, katalysiert durch etwas, was wir eben z.B. ‚Bewußtsein‘ und ‚Wille‘ nennen. Ähnlich wie nano, mikro und makro vielleicht. Aber doch immer noch Natur.

Und durchaus birgt künstliches seine Gefahren, gerade, wenn es an Grenzen des dagewesenen stößt, und das in einer vernetzten und chaotischen Welt in welcher es oft unmöglich ist, die Auswirkungen einzelner Entwicklungen auf das ganze vorher zu sagen. Und in welcher die Natur über ‚künstliches’Teile, ihre durch sich selbst geschaffenen Strukturen massiv zu zerstören droht. Künstlichkeit ist gefährlich, aber auch natürliche Phänomene wie Meteoriten, Eiszeiten, Erdmagnetfeldumpolungen (pls. google ;) in Kombination mit Gammastrahlung, werdende rote Riesen (google our sun;) oder Viren haben es durchaus in sich…
Es ist also nach wie vor Vorsicht angebracht. Eine dogmatische Ablehnung des künstlichen ist jedoch abzulehnen. Und ab und an kann es ganz nützlich sein, sich auch im Alltag an den Ursprung des Begriffes ‚künstlich‘ zu erinnern. Er ist eine relative willkürliche Trennung bzw. Kategorisierung von Teilen der einen und einzigen Natur.

Künstlich ist künstlich ;)

Es geht um die Note – eine Anekdote über soziale Verantwortung & Engagement

An der Handelshochschule in Leipzig an welcher ich studiert habe, legte man viel Wert auf Team und Gruppenarbeiten. Zwecks Förderung von Sozialkompetenz und aus praktischen Erwägungen. Ein sehr wichtiger und guter Ansatz, denn der BWL’er wird so durchaus passender auf das Berufsleben vorbereitet, als durch auswendig lernen diverser mehr oder minder spannender Fakten bzw. vermeintlicher Fakten.

Das interessante an den Gruppen- und Teamarbeiten war, dass diese benotet wurden. Eine Note galt für das ganze Team. Dadurch entsteht eine interessante Dynamik, Stichwort Trittbrettfahrer etc.

In diesem Umfeld hatte ich einmal eine Gruppenarbeit in welcher wir etwas erarbeiten und dann power-point technisch präsentieren sollten. Die Gruppe bestand aus 4 oder 5 Personen. Die Zusammensetzung war interessant, denn es war sowohl einer der leistungsfähigsten Stundenten als auch eine der leistungsschwächsten Studentinnen im Team. Der Leistungsstarke war ein krasser Typ, wie man so schön sagt. Er hatte sein Vordiplom an einer guten Uni mit Bestnoten – 1.0 oder so – abgeschnitten. In zwei Semestern anstatt den für normal sterbliche vorgesehenen vier Semestern. Ferner war er beliebt und im ‚mainstream‘ der Klasse (ca. 40 Studenten pro Semester – na, liebe staatliche studierende, wird man da ein wenig neidisch?) einer der Rädelsführer. Also jemand, an dem man sich orientiert. Selbstredend ein Teil der sogenannten Polo-Hemden (Ralph Lauren) Fraktion. Der Mainstream eben.

Nun, wir hatten in der Gruppe also unseren Kram erarbeitet und bereiteten uns auf das Präsentieren vor. Jeder sollte einen Teil präsentieren und so unser Ergebnis gut zu verkaufen und unsere Note zu optimieren. Schnell gab es ein Problem, denn die (relativ) Leistungsschwache Studentin war auch im Präsentieren nicht so super. Wir drehten ein Paar Schleifen mit ihr um sie zu Coachen damit das ganze auch gut wird. Sie musste also mehrfach präsentieren und wir gaben ihr feedback, dann wieder etc. Es wurde aber nicht viel besser. Nun ist das HHL Studentenleben kein Ponyhof und alles findet unter Zeitdruck statt und man hat einen Haufen Arbeit. Schon bald waren wir an einem Punkt, an welchem der Leistungsstarke – nennen wir ihn mal ‚Krasso‘ – entschied, dass sie dann eben nicht präsentiert, wir brauchen sie nicht. Einem Team ist es immer freigestellt wer präsentiert. Obliegt also dem Team das zu entscheiden und theoretisch kann auch nur einer Präsentieren. Ein guter Benoter wird das natürlich mit einbeziehen und ein Team in welchem z.B. nur eine Person präsentiert etwas skeptischer benoten, aber hey, wer ist schon ein guter Benoter? Menschen sind eben Menschen und in der Regel standen andere Dinge im Vordergrund.

Nun kann Krasso das natürlich dennoch nicht alleine entscheiden, denn das Team entscheidet. Und das Team war gespaltener Meinung. Insbesondere war ich der Meinung, dass es ja darum ging etwas zu lernen, und zwar auch für die Leistungsschwache Studentin. Und durch unser Coaching und die Präsentationssituation hätte sie gelernt. Und ich unterstellte, dass der Benoter ein guter Benoter ist, welcher so etwas vielleicht auch anrechnet und mit einbezieht etc. Wie auch immer, im Kern war die Entscheidung zu treffen, ob man weiter Zeit in Coaching investiert und ein schlechteren Verkauf der eigenen Leistung riskiert oder den schwachen ‚versteckt‘ und sich nicht um ihn kümmert.

Die Debatte war heftig und ich kann mich ehrlich gesagt auch nicht mehr erinnern, wer sich durchgesetzt hat (Ich kann mich aber wohl erinnern, dass mein Standing beim Polo-Hemden Mainstream durch die Aktion nicht gerade an Substanz gewonnen hatte).

Und ich kann mich noch sehr gut an eines der Argumente, das Hauptargument, von Krasso erinnern. Als ich sagte, sie müsse es ja auch lernen etc. (nicht zuletzt haben sich die meisten der HHL Studenten verschuldet um die Studiengebühren tragen zu können und wollten ja auch was davon haben), sagte er „Ja, alles richtig und Du hast ja eigentlich Recht, aber es geht um die Note, helfen können wir später“.

Schon bald wurde mir die volle Tragweite des Argumentes bewusst. Man zieht einen schwächeren nicht mit und lässt ihn liegen, da es um die Note geht. Helfen kann man ihm dann vielleicht später. Jetzt nicht, es geht um die Note.

Aber es geht doch immer um etwas.

In Zukunft wird es darum gehen, einen Auftrag zu gewinnen. Eine Beförderung, eine Gehaltserhöhung, ein deal, ein irgend etwas. Die Argumentation ist also eine Falle. Auch wenn ein ‚später können wir helfen‘ vermutlich ehrlich gemeint ist, ist faktisch die Wahrscheinlichkeit doch hoch, dass es ein später nicht geben wird, weil es dann eben um andere Sachen gehen wird. Man schiebt die soziale Komponente somit immer weiter in die Zukunft. Und es geht hier nicht um die hier beschriebene bestimmte Situation – die Situation steht repräsentativ für täglich 1000nde, vielleicht millionen von solchen Entscheidungen.

Die Geschichte hat viele Implikationen und man kann viele Folgeüberlegungen anstellen. Z.B. über volkswirtschaftliche Effizienz oder temporären Focus.

Nehmen wir einmal Bill Gates. Er gilt wohl als gerissener Geschäftsmann welcher sein Imperium nicht gerade zimperlich aufgebaut hat. Heute ist er über seine Stiftung eine der größten Wohltäter der Menschheit. Ich kenne keine Details, aber es würde mich nicht wundern, wenn er in den ersten Jahren von Microsoft nicht besonders viel Zeit in soziales Engagement oder soziale Rücksichten investiert hätte.

Und so denken vermutlich viele, hey, erst einmal eine Basis bauen und dann kann man ja später helfen. Mir selbst geht es auch so. Jedoch ist eine solche Argumentation natürlich gefährlich, denn nicht ein jeder wird ein Bill Gates (im Gegenteil, statistisch gesehen sogar nur genau einer ;) , und das ‚später‘ kommt dann vielleicht doch nie…

Wenn ich nun meinen sozialen impact über meine Lebenszeit hinweg optimieren möchte – wann ist der richtige Zeitpunkt damit anzufangen? Wann wird wie viel zeit investiert, wann wie viel Rücksicht genommen?

Welches sind die richtigen Zeitpunkte für mich, welche für Krasso? Sind vielleicht fokussierungen sinnvoll, d.h. volkswirtschaftlich ist es vielleicht gar nicht effizient, wenn jeder Rücksicht nimmt? Sondern einige gar nicht und andere viel?

Ein weites Feld.

Hallo Welt/ Hello World

Hallo Welt! Dies ist mein neues Blog.

Mein lakattack Blog ist damit Geschichte und wird nicht mehr verwendet (gilt jetzt als historisches Dokument ;) . Für Gründerszene liefere ich weiter Videos und vielleicht eine gelegentliche Kolumne.

In der Regel wird es hier denke ich deutsch zugehen, und nur gelegentlich englisch.

Hello world! This is my new blog.

It replaces my lakattack blog which now may be considered as a historical document ;) . I’ll continue to contribute videos and sporadic articles on gruenderszene.de, but this will be my primary personal blog. Stay tuned!

p.s.: most posts will be in German, English only ocassioally



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