Kurzer Kommentar zu Berlin und zu Exits (oder auch nicht-exits)

Heute zitierte Deutsche Start-Up’s in seiner Ziat-Reihe Harry Nelis im Focus:

“Die Hubs in Europa sind London, Stockholm, Berlin, Moskau und Tel Aviv. In Schweden sind schon einige große Unternehmen wie Skype, mySQL oder Spotify entstanden. In Berlin herrscht ein reges Treiben. Wir werden jetzt sehen, ob Berlin auch ähnlich gute Ergebnisse liefern kann. Man hört von 100 Investitionen, aber nicht von 100 erfolgreichen Exits. Etwas muss in Berlin passieren. Entweder steigt die Zahl der Exits, oder einige Unternehmen werden wieder verschwinden.” (Quelle: Focus Online)

Dazu ein kurzer Kommenatr von mir:

Berlin hat Zalando und Rocket. Berlin hat Soundcloud (hat weniger internationalen mainstream-hype als spotify, aber welches das bessere Unternehmen ist, steht noch aus). Deliveryhero haben wir auch. Und in der Vergangenheit Kracher wie Gate5 – heute eine der größten Nokia Abteilungen. In London gibt es dieses “Sentiment” – die Londoner sind verunsichert, ob der “Hype” um Berlin auch Substanz hat. Ich bin überzeugt, die Substanz ist da. Und nicht die Zahl der Exits muss steigen – man nehme mal Citydeal, dass war doch ein schöner exit – sondern die Zahl erfolgreicher Unternehmen. Ob man die dann exited oder nicht, ist dann eher Gesellschaftersache. Und wenn etwas wirklich erfolgreich und nachhaltig ist, dann hat man die Flexibilität. Ich finde es gut, dass die wirklich erfolgreichen Unternehmen eben NICHT zu früh exiten, sondern etwas wirklich großes aufbauen wollen (z.B. Soundcloud, und für Samwer-Verhältnisse auch Zalando – da wird jetzt zwar offenbar am Exit gearbeitet, aber das eben nicht viel zu früh, sondern mit echter Substanz). Und früher oder später kommt dann auch mal das Unternehmen, dass sich nicht selber verkauft, sondern anfängt zu kaufen (a la Facebook und Google – bisher haben wir hier “nur” Springer). Vielleicht Zalando?

p.s.: ach ja, und ein “hidden champion” ist auch noch klar auf Multimilliarden-Track, aber den darf ich leider nicht nennen, ist ja eben “hidden” ;)