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Assoziale Hetzkampagne von 6wunderkidern in Berliner Start-Up Szene

Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann.

Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.

Diesen Weg beschreitet gerade – leider einigermaßen erfolgreich – das Berliner Start Up “6 Wunderkinder” mit dem – mir persönlich unbekannten – CEO Christian Reber als Wortführer.

Das Motto, welches Wunderkind gewählt hat, ist die “Anti-Copycat Revolution”. Als Sündenbock muss dabei unter anderem auch Team Europe herhalten – wohl weil ich 2005 StudiVZ mit aus der Taufe gehoben habe… Nachzulesen ist das ganze auf dem Blog der 6Wunderkinder.

Ist ja schön und gut, dass die 6Wunderkinder (welche übrigens angeblich nur noch fünf sind, einer der Gründer ist wohl rausgeflogen) offenbar das innovativste sind, seid dem es geschnitten Brot gibt. Für die, die die Kinder nicht kennen, sie machen eine recht erfolgreiche Online und mobile ToDo Liste. Genial. Isaac Newton und Albert  Einstein ziehen gleichzeitig ihren Hut. Eine digitale ToDo Liste! Der Nabel der Innovation, gab es noch nie vorher! hatte nie jemand versucht! Die Wunderkinder haben die ToDo-Liste wohl sehr gut umgesetzt, das sei ihnen unbenommen und ist eine sehr schöne Leistung. Millionen Downloads gab es. Finde ich auch schön, dass ihr so gut umsetzt und innovativ seid. Aber wenn ihr so tolle Gutmenschen seid, dann nennt eure Initiative meinetwegen “Pro-Innovation” und nicht “Anti Copycat”. Macht ihr aber nicht.

Weil Hass besser funktioniert.

Ich habe mich schon zu Beginn der Initiative Anfang August etwas geärgert – “Founders Stand Up! The Anti-Copycat revolution starts now!”, haben die Wunderkinder großspurig getönt – mit dem Ziel PR umsonst zu bekommen. PR mögen auch andere, und so haben sich gleich viele Innovative Berliner Start Up’s dem ganzen angeschlossen und unterstützen die zweifelhafte Hass-Initiative. Vermutlich haben sie gar nicht darüber nachgedacht, dass sie da gerade nicht “Für Innovation” sondern “gegen Kopieren” sind.

Auch Unternehmen wie Wooga sind dabei. Da lachen ja die Hühner, wer kennt noch deren erstes Spiel mit dem sie erste User geworben haben? Es hiess glaube ich “Brain Buddies”. Und war Extrem nahe an Playfishs Mega-Hit “Who has the biggest Brain”. Auch txtr ist dabei. Sie machen Software für Tablets. Haben die das Tablet erfunden oder was? Eigentlich wollten sie ja das iPad kopieren. Haben es aber nicht geschafft, software und hardware gleichzeitig hin zu kriegen, jetzt gibt es eben nur Software (don’t get me wrong, Christophe Maire is a friend and txtr a super company). Research Gate ist auch nicht das erste Social Network für Wissenschaftler – wenn auch eines der ersten. Aus dem eigenen Gründungsportfolio sind Madvertise und Sponsorpay dabei. Ich erspare mir hier weitere Argumente darüber, wie Innovation funktioniert und ob Lieferheld weniger Innovativ ist als 6Wunderkinder – Lieferheld macht eben im Detail vieles besser als pizza.de – 6Wunderkinder machen eben im Detail vieles besser als andere Todo-Listen Anbieter. Facebook hat im Detail besser Sachen gemacht als Friendster und Myspace. Und StudiVZ besser als Studilounge. BMW besser als Opel – wen gab es denn zuerst?

Egal, ich habe mich ein wenig geärgert, aber was solls, sind halt kleine start ups, wollen PR, hier auf Kosten anderer und ohne Substanz, passiert mal, abhaken, ist ja auch kein großes Ding.

Aber leider blieb es nicht bei der PR Aktion, sondern Herr Reber hat sich weiter seine Ideologie gezimmert und sät Hass, Missgunst und Zwietracht auf vielfache Art und Weise in der Start Up Szene. Auf diversen Foren und Internet Veranstaltungen wird weiter gehetzt. Die Hetze wird mir von verschiedenen Seiten zugetragen – man sollte von Copy-Cattern wie Team Europe keine Investitionen annehmen, sie nicht zu Veranstaltungen einladen, wenn man es doch tut, wird man seinerseits ausgegrenzt, etc. Details erspare ich hier, aber man hat mir inzwischen sogar von mehreren Seiten rechtliche Schritte gegen 6Wunderkinder empfohlen, weil sie eine Rufmordkampagne betreiben würden und sich Geschäftsschädigend verhalten.

Auf Anwälte habe ich aber keine Lust. Und auch keine Lust auf Stress und Hass und Ausgrenzung – wehret den Afängen. Innovation kommt in vielen Graduierungen daher, Start Up’s sind eine wunderbare Welt, und groß genug für alle, die Talent und Mut besitzen. Anstatt meine Energie in Anwälte zu stecken, deswegen hier einfach die freundliche Bitte, lieber Herr Christian Reber, unterlassen sie Ihre demagogischen Treiben – gleiches predigen Sie ja auch auf ihrem Blog (wo Sie sich auch selbst als “the heart-driven founder behind 6Wunderkinder bezeichnen – LOL). Und liebe Start Up Community, unterstützt bitte nicht die Hetzkampagne der 6Wunderkinder und werbt nicht mit Ausgrenzung sondern mit positiven Botschaften für Innovation und Start-Up’s. Gerne machen wir Berlin dann gemeinsam zum europäischen Zentrum für Unternehmertum.

Sind ja eigentlich auf einem guten Weg will man meinen.

Google-CEO und TEV-Partner: “Zeitungen und Internet sind unersetzlich”

Heute morgen gab es auf Meedia einen sonder-NL mit einem Zitat von Eric Schmidt, Google CEO. Aus irgendeinem Grund ging der Newlsetter aber fehlerhaft und unvollständig raus, nur ganz wenige haben die ganze Nachricht bekommen. Ich konnte zum Glück einen Screenshot machen, hier die volle Nachricht:

meedia-google1



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