Archived entries for Allgemeines

Aktuelle Debatten in der deutschen Start Up Szene – ein kurzer Beitrag

Nachdem es in den letzten Tagen in einigen Foren heiß her ging (Kommentare auf Deutsche-Startups, Arikel in t3n und meedia), möchte ich – nicht in die Debatte einsteigend – mich “kurz” äußern.

Lieferheld vs. Pizza.de vs. Liefernado: Ich zweifele nicht an der Integrität des Management von Lieferheld. Mit Sicherheit wurden aber vor zwei Jahren bei Start Fehler gemacht, welche zu einem Streit mit pizza.de geführt haben. Ein Zivilgericht hat diesen Streit rasch entschieden; der entstandene Schaden wurde dabei auf unter 500 EUR beziffert (!); jeder trug seine Rechtsanwaltskosten selbst. Der Staatsanwalt hat nahezu zwei Jahre weiter ermittelt; das Ergebnis ist so, wie es ist. Ob es verhältnismäßig ist, muss jeder für sich selbst beurteilen. Die Lieferheld Geschäftsführung zumindest hat offenbar beschlossen, es darauf beruhen zu lassen, und nicht in eine aufwändige Revision bzw. in Prozesse zu gehen. Für Rechtsanwälte war der Fall geschlossen für PR-Berater offenbar noch nicht. Die Verhältnismäßigkeit der Verwendung der Begriffe “kriminell” etc. in den Artikeln und Kommentaren der Start-up Presse kann ebenfalls jeder für sich selbst beurteilen. Hier sollte man sich aber auch “cui bono” fragen. Meine persönliche Meinung: ich bedauere, dass Partikularinteressen nicht nur den guten Ruf des konkreten Unternehmens, sondern den der ganzen Branche beschädigen.

Generelle Tonalität in Kommentaren und den Publikationen einzelner: Kommentare entsprechender Artikel etc. sind sehr negativ; es gibt lauter Anfeindungen, Beschimpfungen, usw. In aller Regel geschieht das anonym. Teilweise unter falschen Namen. Insgesamt ergibt sich so ein sehr negatives Bild. Das ist sehr schade, denn bitte bedenkt: es handelt sich in der Regel um einige wenige immer gleiche Kommentatoren! Ich schätze, dass 80%-90% aller dieser “Flame”-Kommentare von lediglich 4-5 Individuen sind! Da teilweise mit falschen Namen, entsteht aber der Eindruck von breiten negativen Stimmungen. Das kann man aber leicht abstellen; von Seiten der Forenbetreiber, in dem sie offensichtlich gefälschte oder im wesentlichen inhaltsleere Kommentare gar nicht erst freigeben. Und von uns allen, die positiv gestimmt sind, in dem man nicht einfach nur schweigt, sondern entsprechend seine Meinung kurz schreibt! Also, liebe Leute, “stand up” und lasst uns von einigen wenigen nicht die Stimmung vermiesen!
Bitte bedenkt, dass wir neben der eigenen Stimmung auch die Deutsche Szene international repräsentieren. Wenn wir als Haufen zerstrittener missgünstiger Neider nach Außen wirken, ist das nicht gerade positiv. Und für die, die das Argument haben: “Die cleveren Leute wissen dass doch alles einzuordnen/ die Kommentare liest ehe niemand” – bitte bedenkt, dass gerade auch junge Leute mit noch nicht so viel Erfahrung über Foren etc. erste Kontakte mit der Start-up Welt knüpfen. Hier haben wir alle auch Vorbildcharakter. Also, nochmal an die schweigende Mehrheit: bitte äußert eure Meinung!

Ethik in der Start Up Szene: Ich habe nicht den Vergleich, mit vielen anderen Branchen, weil ich vor allem die Start-up Szene kenne. Und die kann ich höchstens international vergleichen. Ich habe aber nicht den Eindruck, als mangele es hier generell an Ethik. Dass sich einzelne fehlverhalten, kommt immer wieder vor. Insgesamt sind es aber einfach unheimlich viele sautalentierte Leute. Wer gut ist, hat Erfolg. Wer wirklich gut ist, hat auch mehrfach Erfolg. Da Internet Unternehmen extrem produktgetrieben sind, und der technische Wandel extrem schnell, ist das System auch sehr “durchlässig”. Clevere Leute mit einer guten Idee und einer guten Umsetzung sind noch nicht einmal auf Kapital angewiesen. Viele der sehr erfolgreichen deutschen Unternehmen sind dabei mit extrem wenig oder gar keinem Kapital entstanden – z.B. aus eigener Erfahrung spreadshirt.net; oder auch gameforge.de; international fallen mir spontan Badoo oder Minecraft ein, die mit wenig bis keinem Kapital gestartet sind. Und die Szene ist extrem plural – die von einigen kolportierte “Kartellbildung” kann ich keines falls beobachten. Das Ökosystem ist vielmehr extrem bunt und vielfältig. Und die meisten Leute sind extrem cool & fair. Der Wertschöpfungs- und Innovationsgrad ist einfach so hoch, dass es total dumm wäre, unfair zu spielen, etc.
Mehr an Ethik immer gerne – aber ich glaube, wenn man sich entscheiden müsste, dann stiften andere Debatten mehr Wert (z.B. Leistungsorientierung; Vorbilder; “deutscher Neid”, etc.).
Auch das “Build to flip” ist Unfug. Die meisten Unternehmen schaffen nachhaltig Wert. Das gehypter Unsinn gekauft wird, ist in Deutschland die Ausnahme, nicht die Regel.

Ehssan Dariani/ in eigener Sache: Ich bedauere den Groll, den er gegen alle seine ehemaligen Geschäftspartner hegt. Wenn es in diesem Zusammenhang Gerichtsprozesse gibt, so sind sie mir nicht bekannt. In jedem Fall bin ich in solche nicht involviert. Zu Dariani habe ich den Kontakt so weit es mir möglich war, bereits vor geraumer Zeit abgebrochen. Nach seinen Provokationen, Anfeindungen und Verleumdungen habe in den letzten Monaten mehrfach erfolglos das Gespräch gesucht; nunmehr sah ich mich gezwungen, erste rechtliche Schritte einzuleiten, und prüfe weitere. Aus meiner Sicht handelt es sich hierbei nicht um einen “Streit” sondern vielmehr um “Rufmord”, “Terror” und “Stalking”. Ich bedauere dies sehr, und hoffe, dass es alsbald vorbei ist, damit alle Beteiligten ihre Energie auf produktivere Dinge lenken können.

Unabhängigkeit der Start-up Presse: Der Vorwurf lautet, dass Deutsche-Startups.de von Samwers und Holtzbrinck kontrolliert würde, Gründerszene hingegen von Team Europe. Aus meiner Sicht ist Unabhängigkeit gegeben. Zum einen glaube ich daran, dass die Redaktionen unabhängig sind, und die Gesellschafter keinen operativen Einfluss nehmen (bei Gründerszene weiß ich es – siehe auch einen älteren Beitrag hier, und seitdem hat sich noch viel mehr in die Richtung getan – siehe hier). Zum anderen machen die Gesellschafter – auch wenn sie in der Presse prominent sein mögen – doch nur einen kleinen Teil der Szene aus. 95% aller Unternehmen haben doch weder mit Team Europe noch mit Rocket noch mit Holtzbrinck was zu tun. Über die würde dann – selbst wenn man als Pessimist annimmt es gäbe Einflussnahme –  in jedem Fall objektiv berichtet werden. Und über die jeweils anderen Netzwerke kann das jeweils andere Magazin berichten. Ferner gibt es eine ganze Vielzahl kleinerer unabhängiger Blogs – sei es Tech-Berlin, Silicon-Allee, und weitere. Wenn es tatsächlich etwas auf zu decken gibt, dann werden diese das schon machen und davon profitieren – der Markt für Objektivität und Wahrheit ist nie gesättigt.
Auch wenn aus meiner Sicht rational kein Handlungsbedarf besteht, sind alleine die Vermutungen schädlich, und für die Redakteure in ihrer Arbeit störend. Wir werden darüber nachdenken, wie wir hier weiteres Vertrauen schaffen können.

Abschließend, weil sich das Obere alles so negativ liest, noch etwas zum Status Quo der deutschen Start-up Szene: Extrem positiv! Ich bin seit nunmehr knapp über 10 Jahren in der Start-up Welt aktiv. Es ist unglaublich toll zu sehen, was sich in dieser Zeit alles getan hat, und die Entwicklungen sind beeindruckend – insgesamt einfach nur positiv. Viele Leute, die ich um 2006 kennen gelernt habe, und die ihre ersten unternehmerischen Gehversuche gestartet haben, und, wichtig!, dran geblieben sind, trotz des einen oder anderen Rückschlages, sind heute extrem erfolgreich. Entweder haben sie ihre ersten Exits hinter sich, oder ihre Unternehmen wachesen nachhaltig und sind auf einem guten Weg. Einige Beispiele, die mir spontan einfallen sind betreut.de, ladenzeile, oder der Mega-Hit trivago. Aus einigen anderen Unternehmen sind mittels der Alumni ganze Batterien neuer Unternehmen entstanden – sei es aus Jamba mit Wooga, oder zahlreiche gut “ausgebildete” be2 Alumni, oder eben immer wieder Rocket. Dabei hat das Ökosystem nicht nur Erfahrung, sondern auch Kapital aufgebaut. Und das ist dann auch die Basis für immer mehr Innovation – Serienunternehmer trauen sich mehr, und können dickere Bretter bohren – siehe z.B. Doo. Auch auf Kapitalseite hat sich extrem viel getan – erfolgreiche Spieler haben sich gefestigt, wie z.B. Holtzbrinck Ventures, b2v, Mountain oder Earlybird. Auch eine ganze Reihe neuer ist dazugekommen: Tengelmann e-Commerce; DuMont Ventures; oder eben Point Nine Capital. Und auch die englischen und US VC’s strömen immer mehr nach Deutschland. Die Top Namen der Welt wie Index, Benchmark, Union Square oder Insight haben alle Beteiligungen in Deutschland und suchen aktiv nach weiteren. Das Ökosystem ist bunt und vielfältig und hat die kritische Masse für erfolgreiche “Kombination und re-Kombination” längst überschritten. Und es gibt echte Innovationen, Unternehmen, die entweder schon global sind, oder das Zeug dazu haben – sei es researchgate, soundlcoud, zalando, number4 oder tape.tv.
Alles in allem eine absolut geile Zeit; ich denke, selten in der Geschichte hat es so viele Möglichkeiten und so gute Voraussetzungen gegeben, unternehmerisch aktiv und erfolgreich zu sein. Ich freue mich also auf 2013 und die kommenden Jahre – und wer weiß mit ein wenig Glück ist das nächste Amazon/ Apple/ Google/ Facebook vielleicht ein deutsches Unternehmen? SAP hat es ja schließlich auch geschafft :)

My person of the year 2012 – George Lucas!

In the last days, we debated among friends who is “our” personal person of the year 2012.

Since I like the big picture, I thought who might have had the largest positive impact on the world last year.
And here my pick: George Lucas!

It’s astounding what he achieved and build in his life. And more it’s impressive and inspirational how he choose to exit. And it has lasting impact – 4 Bln US private money for educational charity can have quite some impact on the world.

Here a few related articles:

http://mediadecoder.blogs.nytimes.com/2012/10/30/disney-buying-lucas-films-for-4-billion/

–> about the sale itself

http://techcrunch.com/2012/10/30/george-lucas-i-sold-lucasfilm-to-disney-to-protect-it/
–> cool brief article and video on techcrunch – although one has to distinguish between reality and PR – he apparently opted not to sell to the highest bidder, but rather took into consoderation who is the “best owner”

http://www.huffingtonpost.com/2012/11/02/george-lucas-donate-4-billion_n_2067145.html
–> and here about the use of the proceeds. It’s not about the largest yacht or the largest estate – it’s about leaving a mark, where the lever is likely the biggest – impressive.

George, you are my person of the year 2012 and thank you for enriching our culture & inspiring all of us!

Sidenote: A lot of my German friends opted for Angela Merkel

About Mission Statements and why Team Europe’s is “To Make the World a More Entrepreneurial Place”

A mission statement is a very nice thing. It gives a company a purpose beyond money and a framework for strategic and long-term decisions.

Every successful company usually has an abundance in opportunities how to expand. The trick is, to focus on the right ones. A mission statement is a guiding pole in those selections.

Furthermore, in larger organizations it is desirable to distribute decision making. Assuming your people are good, you want them to make as many decisions as possible. The simple assumption is, that good people usually take good decisions, i.e. such, that create value. If you believe in that premise (and really trust your people and not only say so ;) , you want them to take as many decisions as possible. But ultimately all the decisions should re-inforce each other and be coherent. A mission statement helps to empower people at all levels of your organization to take decisions.

And last but not least a mission statement helps to convey to the public and to the market, what your company is about. That’s a quite useful thing – it empowers various market participants to approach you with the right ideas and business opportunities. Also, it helps you to attract talent which shares your vision. And in case of either very large organizations or such with an impact on society, it helps you to communicate with the general public.

I don’t know a lot about mission statements. But I remember Google’s – I think it’s “To organize and make more accessible the worlds information” (just looked it up, it is “Google’s mission is to organize the world’s information and make it universally accessible and useful”).

That’s a nice mission statement and a very large play. It encompasses search, map, gmail, goggles etc. Everything what Google does, fits in. Even information about availability of coupon codes (Google’s Daily Deal acquisition) fits here.

(and if you look for more funny statements, check “the spoof“)

I also really like – and am really proud of – Team Europe’s mission statement:

“TO MAKE THE WORLD A MORE ENTREPRENEURIAL PLACE”

This is also a very large vision and a very large play. It is a large business opportunity, since a lot of value can be created around this mission. And I’m deeply convinced it helps to make the world a better and more interesting place.

I love entrepreneurship for a lot of reasons.

Hmmm, where to start? I think it’s a fair mechanism of value or wealth distribution. It is very meritocratic, the market “votes” on what provides value – i.e. is successful or not. It’s not about where you are born and what you inherit. It is not based on seniority, as lots of political or bureaucratic organizations and large corporations are. So, meritocracy is a great thing, and entrepreneurship is one of its purest embodiments.

Also, entrepreneurship creates new products and services and generally provides progress to a society. Entrepreneurs brought us cars, phones, search engines, social networks, HARIBO sweets… etc.
Ultimately a large portion of economic growth can be attributed to technology and entrepreneurs. And it also drives scientific progress per se.

Next thing I love, is that entrepreneurship does mean “freedom” and “independence”. A very successful entrepreneur does not need to work. Interestingly, most of the people still do. But their selection criteria of WHAT they do become somewhat different. They have the freedom to work on their visions and ultimately self-fulfillmet.

And from a work perspective, entrepreneurship is incredibly fun. There are a lot of reasons why it is fun, I’ll pick two: usually you can see & experience the results of your work quite quickly. You see the effects, the impacts of what you do. The results are pretty immediate in the startup world, which is very gratifying.

The second reason it being fun is that it attracts the best talent. And it’s just more fun to work with smart and positive people then with grumpy idiots ;)

So, me and my fellow Team Europeans love entrepreneurship, but what do we do to make the world a more entrepreneurial place?

First and foremost, by walking our talk and creating successful startups!

At this point, we launch about four new companies every year. They broadly fall into two categories – one of them is “scalable companies” – those are usually companies which mean to grow very fast and require quite some capital. Our rule of thumb is that a scalable company should create around 100 Jobs within 2-3 years and be valued in the high double digit millions of Euros (in terms of enterprise value). Examples here are deliveryhero.com, sponsorpay.com or cc-club.de.
The other category is what we call “ecosystem” or “community” companies. Those are not meant to grow very fast and typically do not require a lot of investment. Rather, they create some value around the entrepreneurial ecosystem – and therefore support us and others. Those companies typically are very valuable themselves, but grow more slowly and steadily. Examples here are vertical media (publishes gruenderszene.de and venturevillage.eu), i-potentials.com (HR services focussed on startups), CEO Events (highly exclusive networking events) or Point Nine Capital (an early stage investment fund).

So, everything we do falls neatly into our mission statement. And in future it will guide more decisions, which I’m very excited about.
I always say “our product is entrepreneurship” – I think this is one of the best products in the world, and worth the effort to dedicate a large part of my life to :)

Why the notion that Just Eat would “dominate” the UK market in takeout-food delivery is simply wrong… & some basic economics of this model…

As most readers here will know, one of the latest companies we launched with Team Europe is “DeliveryHero“.
Delivery Hero connects takeout-food restaurants with consumers. Just give us your zip code, and we show who can deliver pizza, pasta, sushi and that like to your neighborhood in 30 – 60 minutes.

This is a very interesting business with a very clear and sustainable value proposition to both, consumers and restaurants.
Although it’s still early, we are pretty bullish on the model and started to expand globally. Amongst others, we launched sister-sites in Australia, Russia and Mexico.

Also, we recently partnered with an UK, company, Hungry House.

Via that partnership I’v got some interesting insights in one of our competitors, just eat.
They frequently seem to claim with their investors, that they would “dominate the UK market” and have a “monopoly like position” where nobody can enter. Being a player in the UK market now myself, I don’t like those statements, since they are clearly wrong.

Let me explain – in this particular model it is really possible to achieve such dominant positions. Just Eat has it in Denmark, where it plays since 8 years or so. Since the company house in Denmark is pretty transparent, that tells us, that such a position is very interesting – they make about EUR 4 Mio EBIT in Denmark (and still growing) – and for all of those who don’t live in Copenhagen or Schleswig Holstein and don’t want to wikipedia it – Denmark is a country with a mere 5 Mio inhabitants! So, quite interesting. One other country which seems to be on it’s good way to be dominated by one player is swedish OnlinePizza – a four year old company.

Anyway, how does it work? The business is one of a channel-switch. A lot of people order in. Usually they have leaflets from restaurants in their mailboxes and then place a phone call in the restaurant. This works well, but is not perfect. You never know if you have all the relevant leaflets and placing a phone call can be quite unnerving at times. For people who use the internet, the computer or smart-phone is a much more convenient method to order. And that’s what we do at deliveryhero – we make consumers “switch the channel” – from the phone-channel to the internet (smartphone or web) channel. Additionally, we bring new consumers in, who never bothered to order via the phone, but with the new channel interent they start to order in as well.

Now, to make a consumer switch (or start to use order in at all), we need to spend marketing EURos. This is not cheap, but in the long run its profitable, since a lot of consumers come back more frequently. We get a commission for every order, which eventually at some point makes up for our customer acquisition costs.

But to be able to play this game, we need to build a “restaurant network” – that is, sign contracts with thousands of relevant restaurants, put their menues into a database, and that like. This is quite an large upfront investment!

Back to the customer acquisition costs – you need to acquire enough customers to pay not only the marketing, but also fort the investment, that it takes to build the restaurant network.

Now, you theoretically can spend marketing EURos on three sets of customers – those who switch from telephone to your internet site or begin to order in for the first time, or those who switch from one of your competitors internet side to yours. The Only problem with that: to get a consumer from a competitor is 5-10x more costly, then to get a new customer who switches from the telephone! So, now you see. Once a larger portion of consumers switch from the phone, it gets more and more costly to build a new player in this market. there are also other barriers connected to the restaurants and dominating specific marketing channels, but don’t want to go into detail here.

But back to the problem of “dominance” and “monopoly like” positions. Those basically evolve, when so many consumers are “taken” by one player, that it is not worth for a new player to enter the market, since he likely would not be able to recoup his costs of enter the market (i.e. to build a basic organization and a restaurant network).

Now we can ask ourselves, if that is already the case in markets like Denmark, Sweden or the UK. In the first two it probably is. In the third one, UK, it’s very clearly NOT. Why? Very simple, the company that we partnered with, hungry house, is a profitable company which already has a restaurant-netowrk of close to 5.000 restaurants (and this number is growing). So, the investment is already done. As a comparison: just eat has about a 10.000 restaurants on their site in the UK – so, they are double “our” size – that is for sure significant. But for sure not “dominant” or “monopoly like”.
Same to the actual amount of orders – from the data that we have, Just Eat has 3-4 as many orders as Hungry House (hungry house has low hundred thousands per month, Just Eat UK high hundred-thousends per month). Again, yes, they are significantly larger, but by far not dominant.

And by the way, to the credit to our friends at hungry house - they spend only a few hundred thousand pounds to get where they are, while just eat spend many millions. so, kudos!

Anyway, I think each geography is large enough to sustain 2-3 players of very decent profitability- and some geographies will end up with dominant players, some others not. In any case the model will be a profitable one, any in any case beneficial to both, the restaurants as well as the consumers. I’m excited to be part of establishing this new way of ordering in throughout the globe. And if you have not tried it yet, do it today – visit www.deliveryhero.com :)

Chic Chick Club mit neuer Führung – Interims-CEO Niko Meyden übergibt Staffelstab an Team Europe Venture Partner

Seid dem Launch hat man nicht mehr viel vom ChickChickClub gehört – ausser, man ist einer deren 3.000 Facebook-Fans oder 10.000 registrierten Mitgliedern (seit Live-Gang Mitte Dezember! :) . Oder einer der zahlreichen Käufer – die CVR darf ich laut Team Europe Venture Partner und CCC interims-CEO Daniel O. aber leider nicht bekannt geben. Den müsst ihr also direkt fragen ;)

Ferner munkelt man noch in der Szene, dass der CEO Niko Meyden schon weg ist – yepp, das stimmt. Gründungsgeschäftsführer und Interims-CEO Niko ist nicht mehr am Start. Warum? Hat CCC jetzt Probleme? Die Start-Up Gerüchteküche brodelt. Gründerszene sitzt den Gründern eng im Nacken… ich spüre den hetzenden Atem… das schnaufen… ;)
(Insider: Gründerszene sucht offenbar nach kritischen Artikeln über Team Europe7 Portfolio, um unbedingt Unabhängigkeit zu beweisen. Dem füge ich mir gerne, will keine zukünftige Präsidentschaft gefährden und gar erst in die Verlegenheit kommen, mein “Verhältniss zu der Presse neu aufstellen” zu müssen ;) .

Aufklärung ist einfach verschafft: Niko hat im Aufbau sehr wertvolle Dienste geleistet, nicht zuletzt durch seine langfristige Expertise in der Modebranche. Es geht um Warenqualität und Auswahl – das wissen alle Käufer – google it!  geht immer besser, aber kein schlechter start :) Aber Niko ist nicht der richtige, um den Laden zu betreiben und für die Alltagsarbeit – das war auch nie geplant. Daniel von Team Europe übernimmt als interims CEO – war vorher in anderen Projekten eingespannt, jetzt 100% am Start. Und auf die langfristige Person warten wir noch. Getreu der Team Europe Devise: bis der/ die 100% perfekte kommt, immer nur interims! auch, wenn es kurzfristig manchmal schmerzlich ist, da Wechsel in der Führung immer mit Anstrengung und Kommunikation verbunden sind.

Frohes Gründen & Managen allerseits!

p.s.: ccc team, you rock!! :)

Assoziale Hetzkampagne von 6wunderkidern in Berliner Start-Up Szene

Es gibt viele verschiedene Wege, wie man sich Freunde machen kann.

Einer davon ist über Ideologie, Ausgrenzung, Hass und Hetze. Man nehme irgendeinen Sündenbock, Erkläre ihn zum Teufel und der Wurzel allen Übels, verpacke ihn mit einer Ideologie, füge eine Prise “wir” und “die” hinzu, rühre das einmal kräftig durch, und fertig ist er, der Hass-Cocktail.

Diesen Weg beschreitet gerade – leider einigermaßen erfolgreich – das Berliner Start Up “6 Wunderkinder” mit dem – mir persönlich unbekannten – CEO Christian Reber als Wortführer.

Das Motto, welches Wunderkind gewählt hat, ist die “Anti-Copycat Revolution”. Als Sündenbock muss dabei unter anderem auch Team Europe herhalten – wohl weil ich 2005 StudiVZ mit aus der Taufe gehoben habe… Nachzulesen ist das ganze auf dem Blog der 6Wunderkinder.

Ist ja schön und gut, dass die 6Wunderkinder (welche übrigens angeblich nur noch fünf sind, einer der Gründer ist wohl rausgeflogen) offenbar das innovativste sind, seid dem es geschnitten Brot gibt. Für die, die die Kinder nicht kennen, sie machen eine recht erfolgreiche Online und mobile ToDo Liste. Genial. Isaac Newton und Albert  Einstein ziehen gleichzeitig ihren Hut. Eine digitale ToDo Liste! Der Nabel der Innovation, gab es noch nie vorher! hatte nie jemand versucht! Die Wunderkinder haben die ToDo-Liste wohl sehr gut umgesetzt, das sei ihnen unbenommen und ist eine sehr schöne Leistung. Millionen Downloads gab es. Finde ich auch schön, dass ihr so gut umsetzt und innovativ seid. Aber wenn ihr so tolle Gutmenschen seid, dann nennt eure Initiative meinetwegen “Pro-Innovation” und nicht “Anti Copycat”. Macht ihr aber nicht.

Weil Hass besser funktioniert.

Ich habe mich schon zu Beginn der Initiative Anfang August etwas geärgert – “Founders Stand Up! The Anti-Copycat revolution starts now!”, haben die Wunderkinder großspurig getönt – mit dem Ziel PR umsonst zu bekommen. PR mögen auch andere, und so haben sich gleich viele Innovative Berliner Start Up’s dem ganzen angeschlossen und unterstützen die zweifelhafte Hass-Initiative. Vermutlich haben sie gar nicht darüber nachgedacht, dass sie da gerade nicht “Für Innovation” sondern “gegen Kopieren” sind.

Auch Unternehmen wie Wooga sind dabei. Da lachen ja die Hühner, wer kennt noch deren erstes Spiel mit dem sie erste User geworben haben? Es hiess glaube ich “Brain Buddies”. Und war Extrem nahe an Playfishs Mega-Hit “Who has the biggest Brain”. Auch txtr ist dabei. Sie machen Software für Tablets. Haben die das Tablet erfunden oder was? Eigentlich wollten sie ja das iPad kopieren. Haben es aber nicht geschafft, software und hardware gleichzeitig hin zu kriegen, jetzt gibt es eben nur Software (don’t get me wrong, Christophe Maire is a friend and txtr a super company). Research Gate ist auch nicht das erste Social Network für Wissenschaftler – wenn auch eines der ersten. Aus dem eigenen Gründungsportfolio sind Madvertise und Sponsorpay dabei. Ich erspare mir hier weitere Argumente darüber, wie Innovation funktioniert und ob Lieferheld weniger Innovativ ist als 6Wunderkinder – Lieferheld macht eben im Detail vieles besser als pizza.de – 6Wunderkinder machen eben im Detail vieles besser als andere Todo-Listen Anbieter. Facebook hat im Detail besser Sachen gemacht als Friendster und Myspace. Und StudiVZ besser als Studilounge. BMW besser als Opel – wen gab es denn zuerst?

Egal, ich habe mich ein wenig geärgert, aber was solls, sind halt kleine start ups, wollen PR, hier auf Kosten anderer und ohne Substanz, passiert mal, abhaken, ist ja auch kein großes Ding.

Aber leider blieb es nicht bei der PR Aktion, sondern Herr Reber hat sich weiter seine Ideologie gezimmert und sät Hass, Missgunst und Zwietracht auf vielfache Art und Weise in der Start Up Szene. Auf diversen Foren und Internet Veranstaltungen wird weiter gehetzt. Die Hetze wird mir von verschiedenen Seiten zugetragen – man sollte von Copy-Cattern wie Team Europe keine Investitionen annehmen, sie nicht zu Veranstaltungen einladen, wenn man es doch tut, wird man seinerseits ausgegrenzt, etc. Details erspare ich hier, aber man hat mir inzwischen sogar von mehreren Seiten rechtliche Schritte gegen 6Wunderkinder empfohlen, weil sie eine Rufmordkampagne betreiben würden und sich Geschäftsschädigend verhalten.

Auf Anwälte habe ich aber keine Lust. Und auch keine Lust auf Stress und Hass und Ausgrenzung – wehret den Afängen. Innovation kommt in vielen Graduierungen daher, Start Up’s sind eine wunderbare Welt, und groß genug für alle, die Talent und Mut besitzen. Anstatt meine Energie in Anwälte zu stecken, deswegen hier einfach die freundliche Bitte, lieber Herr Christian Reber, unterlassen sie Ihre demagogischen Treiben – gleiches predigen Sie ja auch auf ihrem Blog (wo Sie sich auch selbst als “the heart-driven founder behind 6Wunderkinder bezeichnen – LOL). Und liebe Start Up Community, unterstützt bitte nicht die Hetzkampagne der 6Wunderkinder und werbt nicht mit Ausgrenzung sondern mit positiven Botschaften für Innovation und Start-Up’s. Gerne machen wir Berlin dann gemeinsam zum europäischen Zentrum für Unternehmertum.

Sind ja eigentlich auf einem guten Weg will man meinen.

Über die Unabhängigkeit von Gründerszene, Journalismus im allgemeinen sowie TEV und die Samwer Brüder

Eines meiner ersten persönlichen Blogs hiess ‘Gründerszene‘. In diesem berichtete ich über die deutsche (Internet-)Gründerszene.
Irgendwann habe ich aber aufgehört zu schreiben – auf der einen Seite, weil ich wenig Zeit hatte und auf der anderen Seite, weil es – vor allem im Zusammenhang mit Skandalen und Skandälchen rund um StudiVZ sowie entsprechende Hetzkommentare/ Hetzartikel in anderen Blogs – keinen Spass mehr gemacht hat. Da es aber zu schade war, Gründerszene einfach so sterben zu lassen, haben wir (= Kolja und ich) das Ganze am Leben gehalten und nach und nach zu einem professionellen Blog mit eigener Redaktion etc. entwickelt.

Wie sind sehr stolz darauf, das Gründerszene heute (wieder) eine Institution im deutschen Internet ist – dies ist vor allem dem aktuellen Team Mark & Joel zu verdanken, aber auch den zahlreichen Leuten, die uns in Zwischenphasen unterstützt haben (Matthäus K., Jan B., Michael F. – thx! :) .

Warum machen wir Gründerszene eigentlich? Hmmm, weil wir start ups lieben. Weil ich Journalismus und schreiben liebe. Weil die ursprüngliche Vision von Gründerszene immer noch Bestand hat: die Gesichter hinter der Szene zu zeigen. Sie nahbar zu machen. Die Spieler der Szene vorzustellen und zusammen zu bringen. Berührungsängste ab zu bauen (aktuelle Vision hier).

Das (Internet) Start Up Ökosystem in Deutschland hat sich in den letzen Jahren wunderbar entwickelt, und ich bin stolz darauf, mit Gründerszene einen Beitrag dazu geleistet zu haben und weiter zu leisten.

Ich bin Philanthrop aber ein gute Philanthrop hat auch seinen eigenen Vorteil im Blick. Ich profitiere von Gründerszene natürlich auch persönlich. Alleine schon deswegen, weil ich als einer der führenden Spieler der Szene grundsätzlich davon profitiere, wenn sich unser Ökosystem entwickelt. Und natürlich auch, weil ich als einer der Gesellschafter von Gründerszene nahe dran bin und die Redaktion gut kenne und einen guten Draht habe. Dass heisst aber NICHT dass ich Themen vorgeben kann. Die Redaktion ist unabhängig, es gibt nicht etwa wöchentliche Redaktionssitzungen an denen ich oder ein anderer Vertreter von Team Europe teilnehmen. Es gibt Monatsmeetings mit der Geschäftsleitung – mit Kolja als TEV Vertreter. Da werden aber keine Artikel besprochen sondern wirtschaftliches und die grobe Linie vom Produkt und wie man es weiterentwickelt (Machen wir eine Datenbank oder internationalisieren wir lieber?).

Wenn wir etwas von der Redaktion wollen, müssen wir genauso vorgehen, wie jeder andere auch. Jeder, der Journalisten und Journalismus kennt, weiss, wie das Spiel funktioniert. Journalisten wollen Informationen, sie wollen Unabhängig sein, sie wollen gut behandelt werden, und wenn man ihnen einen Gefallen tut und nett ist, dann revanchieren sie sich auch. Sie sind aber extrem empfindlich, wenn man sie kaufen will, etc. Genauso ist das hier. Klar haben wir einen gewissen Vorteil, weil wir Gesellschafter sind. Aber wir haben auch viele Nachteile dadurch – sei es, dass und die Kommentatoren Einflussnahme vorwerfen, oder dass uns befreundete Unternehmer oder Portfolio Geschäftsführer in den Ohren liegen, weil ihnen etwas an einer Berichterstattung nicht gefällt. Und wir immer wieder erklären müssen, dass Gründerszene eben nicht unsere PR Abteilung ist und es keinen Durchgriff gibt.

Vielleicht am deutlichsten äußert sich das im Bezug auf die Samwer Brüder. Da sie sehr erfolgreich sind, dabei kontroverse/ polarisierende Praktiken verfolgen und in bestimmten Bereichen Marktführer sind, sind sie interessant und ein Magazin über Start Ups wird zwangsläufig viel über sie berichten. Das heisst nicht, dass es von TEV gesteuert ist, im Gegenteil, wenn wir tatsächlich Konkurrenz sind (in den meisten Bereichen nicht der Fall, man schaue sich mal die Portfolios an), dann wäre es eher im Interesse von TEV nicht über sie zu berichten. Unabhängig davon ob Artikel kritisch sind oder nicht – every PR is good PR, lautet der Spruch. Und auf Gründerszene gibt es auch genug neutrale und positive Artikel über die Samwers. Wenn über deren SEO Strategie berichtet wird, bringt dass TEV gar nichts, ganz im Gegenteil, auch wir haben kein Interesse daran, dass Online Marketing Strategien öffentlich breitgetreten werden. Unser Interesse wäre also eher, gar nicht zu berichten. Dann würden wir einen wesentlichen Teil der deutschen Gründerszene einfach ausblenden – dass würde auch niemand wollen. Weder die Redaktion noch die Leser.

Und ich bin sicher, dass über die TEV Startups auch noch genug berichtet werden wird. Sowohl positives, als auch negatives. Unser Portfolio ist aber einfach noch sehr jung, TEV gibt es ja erst etwas über zwei Jahre. Dass muss sich mit der Zeit noch entwickeln. Genauso wie die CEO’s aller anderen Start Up’s müssen unsere CEO’s ihre eigenen Kontakte zur Redaktion unterhalten.

In diesem Sinne – für Unternehmertum! Für Europa! Und für die menschliche Vernunft :)

Was macht eigentlich… Sponsorpay!? Eine Gründungs und Hintergrundgeschichte

Ein Beitrag zum Launch von Sponsorpay hat hier leider aus Zeitgründen noch nicht stattgefunden. Das möchte ich nun gerne nachholen und auch etwas zum aktuellen Stand schreiben.

Sponsorpay ist eines der jüngsten ‚Company Building‘ Projekte von Team Europe Ventures und im Inhalt eine Plattform zur besseren Monetarisierung von virtuellen Gütern, insbesondere im Rahmen von Online Spielen.

Die Geschichte ist eigentlich ganz einfach – Online Spiele, vor allem Browser-Spiele, sind eines der am schnellsten wachsenden Segmente im Internet. Deutschland und Europa sind auf diesem Feld recht stark. Populäre Vertreter sind etwa Gameforge, Bigpoint, Playfish, Zynga (US) oder Sulake (Habbo Hotel). Nun finanzieren sich die meisten dieser Spiele über sogenannte virtuelle Güter – der Spieler kann sich Vorteile oder Annehmlichkeiten im Spiel gegen echtes Geld kaufen. In der Regel erwirbt er dazu in der jeweiligen Spielwelt so etwas wie Juwelen oder Gold und kann dieses dann entsprechend einsetzen. Zumeist kann man die Spiele auch umsonst spielen, und nur eine geringe Anzahl von Spielern bezahlen dann tatsächlich – in der Regel sind das zwischen 5 und 10%. Mit anderen Worten: 90-95% der Spieler spielen umsonst! Und hier kommt Sponsorpay ins Spiel (jaja, schöner Kalauer). Wir ermöglichen dem Nutzer, sein virtuelles Gold nicht mit Geld, sondern über das ausführen gewisser Aktionen bei einem unserer Partner zu erwerben. Daher auch der Name Sponsorpay – wir suchen quasi Sponsoren, welche das virtuelle Gold für einen bezahlen. Z.B.: kauf ein Buch bei Amazon und Du kriegst etwas Gold für Farmeville. Oder den Premium Account bei Travian. Oder melde Dich bei Brands4friends an und Du kriegst ein Paar Juwelen für Case White obendrauf. Oder fülle eine Umfrage aus. Oder oder oder.

Im Effekt führt das dazu, das sich die Quote von Spielern die ‚bezahlen‘  schnell verdoppeln kann. Umsatzmäßig ist der Effekt allerdings geringer, liegt eher so zwischen 10 und 30%. Das ist aber immer noch sehr viel – Gameforge z.B. macht einen dreistelligen Umsatz. Den mal eben um diese Prozentzahlen zu erhöhen ist schon attraktiv…

Natürlich ist es auch so, dass solche ‚incentivierten‘ Käufe auch Nachteile haben. So meldet sich z.B. vielleicht jemand bei brands4friends an obwohl er dort schon Mitglied ist. Er will halt einfach nur das Gold mitnehmen. Dieser Effekt ist klar und entsprechend sind die Leads für Werbetreibende meist etwas billiger als aus anderen Quellen. Zudem ist es unser Job bei Sponsorpay, die Qualität durch vielfältige Maßnahmen zu erhöhen (also viel IT, targeting, fraud prevention, etc. – ist auch eine Wettbewerbsbarierre). Das Ganze funktioniert trotz einzelner nachteiliger Aspekte immer noch sehr sehr gut.

Auch fragt man sich schnell, ob sich der Spieleanbieter nicht seine eigenen Kunden kannibalisiert, d.h. ehemalige Barzahler jetzt über Sponsorpay kaufen aber so weniger Umsätze machen. Dies ist aber empirisch nicht so, da es sich um unterschiedliche Kundengruppen handelt. In dem einen oder anderen Fall mag das passieren, auf der anderen Seite lernen vorher nicht zahlende Spieler die Vorteile der Bezahlvariante kennen und kommen auf den Geschmack, künftig auch in Cash zu bezahlen.

Das Ganze ist natürlich viel komplexer und hat noch viele Aspekte, klar ist aber, dass die Vorteile deutlich überwiegen – das ist sozusagen empirisch belegt :)

Nun zurück zum unternehmerischen, wie kam es zur Gründung von Sponsorpay und was sind die Hintergründe?

Nun, gemeinsam mit Jan Beckers (Unternehmer & Venture Partner) und Janis Zech (Analyst mit festem Gründungsplan) hatten wir schon eine geraume Weile nach einer Idee gesucht. Die Ansprüche an eine passende Idee waren hoch und so haben wir über 3 Monate geforscht und überlegt. Eines Tages kam dann über einen Kontakt aus dem Silicon Valley der Tipp, sich doch mal Offerpal genauer an zu schauen.

Das Team war sehr schnell begeistert von der Idee. Offerpal hatte gerade zweistellige Millionenbeträge an Finanzierung eingeworben und über informelle Kanäle wurde Umsätze in dreistelliger Millionenhöhe kolportiert – und das nur zwei Jahre nach Gründung! Damit hat Offerpal noch besser ‚performed‘ als vergleichbare Anbieter, die es schon länger gab (im wesentlichen Trialpay, bei welchem auch der in Europa als top geltende VC Index Ventures investiert hat).

Auch sind unsere Kriterien für Eigengründungen erfüllt – wir wollen da in der Regel Potential sehen, dass ein Unternehmen nach zwei bis drei Jahren 100 Mio oder mehr wert ist (ich weiss, superhoher Anspruch… wir wollen aber zumindest das Potential und es gibt sie, diese Ideen…).

Aber es gibt ja viele Finanzierungen in zweistelliger Millionenhöhe im Silicon Valley und noch mehr Unternehmen die dreistellig werden können, was macht diese für uns so besonders?

Erstens hatten wir uns in den Monaten zuvor intensiv mit dem Markt von Online Spielen beschäftigt und nach einer passenden Gründungsidee oder Investitionsmöglichkeit gesucht. Somit waren wir mit den Begebenheiten vertraut und konnten schnell auf ein Netzwerk an Kontakten zurückgreifen, um das die Gelegenheit zu evaluieren und ins Laufen zu bringen.

Weiter hatten wir in anderem Zusammenhang auch mit Gameforge zu tun. Denen gefiel die Idee ebenso und es gab somit eine hohe Wahrscheinlichkeit (sicher kann man sich nie sein), Gameforge als einen der ersten Kunden zu gewinnen. Ein solcher strategischer Baustein ist in der Gründungsphase immer sehr wichtig, da er erfolgreich eingesetzt, erheblich dazu beitragen kann, eine Positivspirale in Gang zu setzen (Siehe z.B. auch StudiVZ als Distributionspartner bei den Gründungen von Brands4friends und Absolventa oder die ‚Heerschaar‘ ;) von Angels bei Madvertise).

Das ganze sah also ziemlich vielversprechend aus. Hatte aber allerdings einen Haken: Wir wussten, dass wir sehr schnell sein müssen. Einer der wichtigen Erfolgsfaktoren ist es, die Spielefirmen dazu zu bringen, Anbieter wie Sponsorpay einzubauen. Es ist klar, das es interessant für diese ist, aber auch klar, dass vielleicht maximal 2-3 Anbieter Platz auf dem Markt haben. Und wer als erster eingebunden ist, der ist entsprechend vorne auf der Lernkurve und kann sich so weiter entwickeln. To be late is not an option.

Mit DealUnited und Trialpay sind ähnliche Anbieter schon auf dem europäischen Markt. Die US Anbieter haben den Markt im Blick. Wir hatten zudem einen begründeten Verdacht, dass befreundete Unternehmer (also, gute Bekannte sozusagen) im Stealth Mode bereits seit sechs bis acht Wochen an einem ähnlichen Konzept arbeiten (der Verdacht hat sich im Laufe der Zeit verdichtet und dann später bewahrheitet ;)

Das Zeitfenster für einen Markteintritt war also sehr kurz und wir mussten uns mega-beeilen. Keine triviale Aufgabe, wenn man bedenkt, dass die Spielebranche sehr international ist, und es klar war, dass man somit gleich international starten muss, um Wettbewerbsfähig zu sein.  Es hieß also Vollgas geben. Jan und Janis haben alles andere sofort stehen und liegen lassen und sich 100% Sponsorpay gewidmet. Wir anderen mit einem signifikanten Anteil unserer Zeit. Hier hat sich die Struktur mit einem Venture Partner zu arbeiten, welcher sich schnell voll auf eine Sache fokussieren kann und keine andere Verpflichtung hat, als sehr erfolgreich erwiesen. Ebenso der ‚Deal‘ mit Janis, welcher uns als Analyst zur Verfügung stand, um sich auf eine eigene Gründung vor zu bereiten und in der Zwischenzeit mehr über die Märkte zu lernen und Kontakte zu knüpfen. So hatten wir sofort den Kern eine nicht nur excellenten sondern auch eingespielten Teams und konnten ohne Zeitverzug loslegen. Nicht zuletzt auch darum, weil wir über TeamEurope und komplettiert mit ein paar befreundeten Angels, die ersten Finanzmittel sofort zur Verfügung stellen konnten. Selbst Kleinigkeiten wie Vertragswerk (Gruß an Steffen ;) und sofort zur Verfügung stehende Büros können in solch einer Situation den entscheidenden Zeitvorteil bringen (jeder der schon einmal gegründet hat, weiss über spaßige aber Zeitraubende Ikea-Trips zu berichten… ;) . Nicht zuletzt hatten wir auch das Glück, das Team schon in der Gründungsphase mit einem erfahrenen unternehmerischen Manager zu ergänzen – Andreas Bodczek war vorher u.a. z.B. bei Telefonica Deustchalnd als Geschäftsführer für über 500 Angestellte verantwortlich und bringt auf diesem Feld das nötige Handwerkszeug mit.

Was dann folgte, war ein Wahnsinnstrip vor allem für Jan, Janis, Andreas sowie die ersten Mitstreiter, die an Bord kamen. Wenige Wochen nach Ideenfindung startete die Programmierung der Plattform und war etwas mehr als zwei Monate nach Projektstart in einer ersten Version live – und das international! Entsprechend schnell wuchs auch das Team, welches rasch zweistellig war und samt Praktikanten und ‚Freien‘ zum Launch im September bereits um die 30 Köpfe umfasste… also, von zwei auf 30 in nur zwei-drei Monaten…! Das ist natürlich nicht ganz risikofrei, mit Ineffizienz verbunden und auch kostenintensiv – mit einer Kostenbasis von 20-30 K zu Beginn kommt man hier nicht aus. Und Umsätze gibt es in der Anlaufphase auch noch nicht. Wenn man nicht wirklich muss, würde ich so ein schnelles Wachstum niemandem empfehlen (obwohl es schon eine besondere Erfahrung ist, wie jeder bestätigen kann, der so etwas schon einmal mit gemacht hat ;) .

In einem Start Up kann immer viel passieren und nichts ist sicher, aber Status Quo ist der Plan bisher gut aufgegangen und wir haben uns als einer der Führenden (o.k., DER Führende ;) Anbieter in Europa positionieren können. Also, the Jury is still out here, wie man im angelsächischen Start-Up Jargon gerne sagt… die wesentlichen Hebel sind jetzt weiter Spieleanbieter bzw. allgemein Anbieter virtueller Güter als Kunden zu gewinnen, und zum anderen immer mehr und mehr interessante Angebote zu guten Konditionen auf die Plattform zu kriegen (freuen uns hier sehr über leads von etablierten Anbietern, bitte direkt an Janis!).

Die Geschichte bleibt also spannend, nicht zuletzt, weil sich der Markt sehr schnell entwickelt (Der post ist schon lang genug, will hier nicht in die Tiefe gehen, aber z.B. das Stichwort ‚Scamville‘ oder ‘Konsolidierung‘). Also bitte Daumen drücken!

Alexander Görlach und Team Europe Ventures gründen Online Magazin ‘The European”

Gemeinsam mit Alexander Görlach und meinen Team Europe Partnern haben wir ‚The European‘ auf den Weg gebracht. Wie bei Turi2 oder Meedia nachzulesen, haben wir das Projekt, an welchem wir seit einigen Monaten arbeiten, gerade öffentlich vorgestellt.

Der Launch wird Ende September erfolgen. Mehr kann man in den genannten Artikeln oder direkt bei The European lesen.

Die ersten Kommentare die ich erhalten habe, bezeichnen das als mutigen Schritt – gerade jetzt, wo die Krise viele Zeitungen und Magazine erfasst und allenthalben von Kürzungen und Umsatzeinbrüchen zu lesen ist, ein neues Magazin?

Hier die Gründe, warum wir The European machen:
- Die Vision für haben wir gemeinsam mait Alexander Görlach, dem Chefredakteur und Herausgeber entwickelt. Wir kennen uns noch nicht allzu lange (wer es genau wissen will: Walküre Filmpremiere ;) , aber zwischen ihm und dem gesamten Team Europe ist schnell eine gemeinsame Ebene entstanden. Letztlich haben wir Alex zu Unternehmertum inspiriert. Und er uns von seiner Vision für The European begeistert, die wir dann nach und nach gemeinsam verfeinert haben. Hinter der Gründung steckt somit der Glaube an eine sehr talentierte Person, welche absolut begeistert von dem Thema ist und hinter diesem steht
- Ferner sind wir selbst von dem Produkt überzeugt – wir haben hier etwas nues, womit wir eine Lücke schliessen. Die meisten Medien sind auf Nachrichten ausgerichtet, bei uns werden Meinungen stark im Vordergrund stehen. Es geht darum, zu erklären und Positionen darzustellen. Das grosse ganze zu einem Thema soll so schnell erfassbar werden. Wir haben uns auf die Fahnen geschrieben, dass vei The European die wirklich bedeutenden Stimmen zu Wort kommen. Die Entscheider kommentieren das Geschehen in Texten die eine Knappe dinA4 Seite lang sind, und ‚deuten‘ uns so die Welt. Keine klassischen Ressorts, stattdessen die Power des Netzes – Yeah!
- Weiter setzen einzelne Nachrichten unserer Meinung und Erfahrung nach oftmals viel zu viel Wissen beim Leser voraus. Sehr viele der Rezipienten für ‚anspruchsvolle‘ Themen haben dieses Wissen aber gar nicht! Die Leser sind Spezialisten auf bestimmten anderen Gebieten und haben eine begrenzte Zeit und Aufnahmekapazität. Erinnerungsvermögen tut das seinige. Ich bringe immer gerne das Beispiel: wer waren nochmal die Schiiten und wer die Sunniten? Hand aufs Herz, wer weiss es aus dem Kopf? Wer kann mit wenigen Worten ein ‚Big Picture‘ über die Schiiten bringen? The European benennt die Themen, bringt sie auf den Punkt, in ‚Magaziner‘ Form, nicht nur in Text, sondern auch in Fotostrecken und Videoformaten (Übrigens & vereinfacht: Schiiten gibt es übrigens nur im Iran und Nordirak – der Rest sind Sunniten
- Wir haben hier vom vom reinen Markterfolg her auch nicht den Anspruch, das nächste spreadshirt, studiVZ oder Brands4friends zu gründen – der erste Antrieb ist nicht, ein Unternehmen zu erschaffen, mit dem wir jetzt das meiste oder besonders viel Geld verdienen können. Klar muss & soll sich The European nicht nur tragen, sondern Gewinne abwerfen. Aber die Gewinnerzielungsabsicht steht für uns als Team Europe Ventures nicht im Vordergrund – wir finden Produkt und handelnde Peron cool & unterstützenswert
- Wir denken, dass nach wie vor Platz ist für werbebasierte Formate. Dabei orientieren wir uns weder am Performance noch am TKP Paradigma. Wir glauben, dass es eine Zahlungsbereitschaft gibt, wenn wir eine Top-Klientel ansprechen und ein hochwertiges Markenumfeld schaffen. Wir wollen auch mit anderen Arten der Monetarisierung experimentieren – ehrlich gesagt haben wir hier aber noch nicht die silberne Kugel gefunden. Aber das Werbung nun ganz und gar nicht funktioniert und total absurd sei, glauben wir nicht. Nochmals, Markenumfelder sind es. Zusätzlich muss man das gesamte Unternehmen über die einzelnen Entwicklungsphasen hinweg von der Kostenstruktur klug aufstellen.

Eine Erfolgsgarantie hat man bei Unternehmertum nie – aber von dem Rezept Qualität, Markenumfeld, harte Arbeit und schlanke Strukturen sind wir überzeugt.

Ich wurde auch gefragt, wir man uns unterstützen kann. Ganz einfach: Lesen! – in den Newsletter eintragen, über Start informiert sein, feedback geben :)



Copyright © 2004–2009. All rights reserved.

RSS Feed. This blog is proudly powered by Wordpress and uses Modern Clix, a theme by Rodrigo Galindez.